Der BVKJ und der BKK Landesverband Bayern erweitern im Rahmen des Vorsorgeprogramms "Starke Kids by BKK" ihr Angebot: Ab dem 1. Juli 2026 wird die Früherkennung postpartaler Depressionen als neue Zusatzleistung aufgenommen. Ziel ist es, psychische Belastungen bei Eltern frühzeitig zu erkennen und zu behandeln. Hintergrund sind erste Erkenntnisse der Studie UPlusE, die zeigen, dass eine frühe Behandlung langfristige Belastungen für Eltern und Kinder verringern kann.
Anlässlich der aktuellen Hitzewellen warnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) vor den gesundheitlichen Folgen extrem hoher Temperaturen für Kinder. Sie gehören zu den Bevölkerungsgruppen, die durch Hitze besonders gefährdet sind und benötigen besonderen Schutz. Der BVKJ fordert deshalb verbindliche Hitzeschutzpläne für Kitas, Schulen und andere Betreuungseinrichtungen. "Hitzeschutz ist Kinderschutz", erklärt Dr. Tanja Brunnert, Bundespressesprecherin des BVKJ.
Die Expertenkommission "Kinder- und Jugendschutz in der digitalen Welt", in der auch BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann mitwirkt, hat ihre Handlungsempfehlungen an Bundesbildungs- und -familienministerin Karin Prien übergeben. Auf Basis der im April 2026 veröffentlichten Bestandsaufnahme hat die Kommission insgesamt 56 Handlungsempfehlungen erarbeitet. Die vollständigen Texte der Handlungsempfehlungen werden bis Mitte Juli 2026 veröffentlicht.
Die Interdisziplinäre verbändeübergreifende Arbeitsgruppe Entwicklungsdiagnostik (IVAN) des BVKJ, der DGAAP und der DGSPJ, warnt vor einer Krise in der sozialpädiatrischen Versorgung. Während in der deutschen Gesundheitspolitik viel über Sparmaßnahmen, Digitalisierung, Reformen der ambulanten Versorgung und Fachkräftemangel debattiert wird, gerät die Sozialpädiatrie gefährlich in den Hintergrund. Dabei entscheidet sich gerade hier über die Teilhabechancen einer ganzen Generation.
Der BVKJ lehnt den Entwurf des GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetzes in seiner jetzigen Form ab. Die geplanten Einsparungen belasteten vor allem die ambulante Versorgung, obwohl diese besonders effizient arbeite und künftig zentrale Aufgaben in Prävention, Primärarztsystem und Ambulantisierung übernehmen soll. Der BVKJ fordert, Präventionsleistungen von Budgetgrenzen auszunehmen, die Entbudgetierung der Pädiatrie zu erhalten und die kinderärztliche Weiterbildung gezielt zu stärken.