Die Atopie-Früherkennung von Kindern und Jugendlichen der Betriebskrankenkassen (BKK) schließt eine Vorsorgelücke und ermöglicht den Zugang einer frühzeitigen Beratung und Behandlung. Darauf weisen erste Daten eines Allergie-Screenings hin, die der BKK Landesverband Bayern und die BVKJ-Service GmbH, ein Tochterunternehmen des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ), für aktuelle Fachdiskussionen ausgewertet haben. Mehr erfahren Sie in der gemeinsamen Pressemitteilung.
Digitale Medien bieten Kindern und Jugendlichen Chancen für Bildung, Kommunikation und Teilhabe, bergen aber auch erhebliche Risiken für ihre Gesundheit und Entwicklung. Kinder- und Jugendärzt*innen beobachten zunehmend Konzentrations- und Schlafprobleme, psychische Belastungen, Bewegungsmangel und problematisches Nutzungsverhalten. Auch Cybermobbing und gefährdende Inhalte stellen Risiken dar. Besonders Kleinkinder leiden, wenn die Bildschirmnutzung der Eltern die gemeinsame Zeit verdrängt.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) begrüßt den gestrigen Beschluss der Bundesregierung, eine Steuer auf zuckerhaltige Getränke einzuführen. Mit dieser Entscheidung setzt die Bundesregierung eine langjährige Forderung des BVKJ und zahlreicher weiterer Gesundheitsorganisationen um. Der Verband sieht darin einen wichtigen Schritt für eine wirksame Primärprävention und einen entscheidenden Beitrag zum Schutz der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen.
Die Änderungsanträge der Regierungsfraktionen von CDU/CSU und SPD zur Reform der Notfallversorgung bleiben aus Sicht des BVKJ in zentralen Punkten weit hinter den Erwartungen zurück. Der Verband bemängelt insbesondere, dass die extrabudgetäre Vergütung kinder- und jugendärztlicher Präventionsleistungen weiterhin nicht abgesichert wird. Hinzu kommt, dass die Hybrid-DRGs ab 2028 gestrichen und die ärztliche Terminvergabe durch neue Verpflichtungen eingeschränkt werden sollen.
Zum Bayerischen Präventionstag fordert die Bayerische Landesärztekammer mehr Hitzeschutz, weniger Zucker und strengere Social-Media-Regeln. In der dazugehörigen Pressemitteilung warnt BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann vor den Folgen exzessiver Mediennutzung: Über 25 Prozent der 10- bis 17-Jährigen zeigen einen riskanten Konsum. Er appelliert an Bund und Länder, eine sinnvolle, altersabgestufte Begrenzung der Social-Media-Nutzung umzusetzen.