"Der ambulante Versorgungsbereich ist nicht das Problem, sondern die Lösung." Mit dieser klaren Botschaft kritisiert BVKJ-Vizepräsident Dr. Stefan Trapp im Ärztenachrichtendienst (änd) die geplanten Kürzungen im Gesundheitswesen. Statt eines Spargesetzes zulasten der Praxen fordert er mutige Strukturreformen, die die wohnortnahe Versorgung stärken. Denn wer die finanzielle Basis der ambulanten Medizin untergräbt, gefährdet die Versorgung von Patient*innen.
Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach wirbt gemeinsam mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) dafür, dass Kinder ihre ersten drei Lebensjahre ohne Fernseher, Smartphone und Co. verbringen. Das erklären sie in einer gemeinsamen Pressemitteilung. "Kinder unter drei Jahren brauchen keine Bildschirme, sondern vor allem die ungeteilte Aufmerksamkeit ihrer Bezugspersonen", betont Dr. Anke Steuerer, Vizepräsidentin des BVKJ.
Der BVKJ begrüßt die Beteiligung des BVKJ-Landesverbands Berlin am bundesweiten Ärzte-Aktionstag der KVen am 10. Juni 2026. Der Großteil der Berliner Kinder- und Jugendarztpraxen wird am morgigen Mittwoch nicht öffnen. Der Aktionstag ist eine Reaktion auf das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz. Sollte das jetzt im parlamentarischen Verfahren befindliche Gesetz nicht geändert werden, wird es auch in anderen Bundesländern zu Protestaktionen kommen.
Die aktuelle gesundheitspolitische Debatte in Deutschland ist von dem Wunsch geprägt, das System gleichzeitig leistungsfähiger, zugänglicher und kostengünstiger zu machen. Das bringt einen grundlegenden Zielkonflikt mit sich, findet unser Präsident Dr. Michael Hubmann. In einem Gastbeitrag äußert er sich im Tagesspiegel Background zu den Vorschlägen der ABDA und der Kommunikation von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur Pflegereform.
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) kritisiert sowohl die Forderungen der ABDA – Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände e. V. zur Ausweitung der Rolle von Apotheken in der Primärversorgung als auch die unsensible Kommunikation von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken im Zusammenhang mit der geplanten Pflegereform. "Das zeigt mir mal wieder deutlich, wie das BMG arbeitet", erklärt BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann.