Die 2022 von Bundesgesundheitsminister Lauterbach eingesetzte „Regierungskommission für eine moderne und bedarfsgerechte Krankenhausversorgung“ hat ihre Tätigkeit mit der Veröffentlichung ihrer 14. Stellungnahme abgeschlossen. Diese entwirft ein „Zielbild“ für die zukünftige Rolle der Krankenhäuser bei der Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Dabei wird erneut die einseitige Perspektive der Kommission deutlich, der ganz offensichtlich die Expertise in der ambulanten Patientenversorgung fehlt.
Wie eine aktuelle Umfrage des BVKJ zeigt, leiden die Kinder- und Jugendarztpraxen in Deutschland unter einer hohen Zahl von unentschuldigt nicht wahrgenommenen Terminen (No-Shows). In jeder Praxis werden im Durchschnitt 77 terminierte Vorsorgen pro Quartal nicht wahrgenommen. Das sind etwa 32 Stunden Arztzeit und zusätzlich 25 Stunden MFA-Zeit. Der Berufsverband fordert von der neuen Bundesregierung effiziente Lösungen zur Steuerung von Patientenströmen.
In der vierten Folge der Podcast-Reihe "Kindergarten Gesundheitspolitik" nehmen sich BVKJ-Präsident Dr. Michael Hubmann und Denis Nößler endlich die drängende Frage im Gesundheitswesen vor: Wie gelingt eine bessere Steuerung im Gesundheitswesen, vor allem angesichts der Herausforderungen durch den Fachkräftemangel und das System lähmende Bürokratie?
Übergewicht und Adipositas stellen in Deutschland ein ernsthaftes gesundheitliches Problem dar, das dringend angegangen werden muss. Besonders bei Kindern und Jugendlichen sind frühzeitige Präventionsmaßnahmen entscheidend, um langfristige gesundheitliche Folgen zu vermeiden. Aus diesem Grund appelliert der BVKJ an die zukünftigen Koalitionspartner, das Thema Prävention von Übergewicht und Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in den aktuellen Verhandlungen in den Blick zu nehmen.
Gaming, Social Media und Streaming: In Deutschland haben Millionen Kinder und Jugendliche Probleme durch Medienkonsum. Trotz erster positiver Trends bleibt die Mediensucht besorgniserregend hoch. Bei mehr als 25 Prozent aller 10- bis 17-Jährigen gibt es eine riskante oder pathologische Nutzung sozialer Medien: insgesamt sind rund 1,3 Millionen junge Menschen betroffen. Das zeigt die aktuelle gemeinsame Längsschnittuntersuchung von DAK-Gesundheit und Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE).