Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

28.08.2018

Neue Wege einer verbesserten Versorgungsforschung

Mit dem Kinder- und Jugendreport der DAK-Gesundheit und dem DAK-Präventionsradar stehen neue Tools zur Verfügung

Seit vielen Jahren mahnt der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte BVKJ e.V. eine bessere Versorgungsforschung im Bereich der Kinder- und Jugendgesundheit an. Mit dem heute präsentierten Kinder- und Jugendreport legt die DAK-Gesundheit als erste gesetzliche Krankenkasse bundesweite wie auch regional aufgeschlüsselte Angaben zur Kinder- und Jugendgesundheit vor. Eine der wesentlichen Ergebnisse, nämlich der direkte Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit, deckt sich mit den bisherigen Erkenntnissen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte.

Auch wenn der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (kurz KIGGS genannt) nunmehr in seiner zweiten Welle viele wichtige Aussagen zum Thema macht, so beruhen diese Daten auf Befragungen. Das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung ZI hat in der jüngeren Zeit über die Auswertung von Abrechnungsdaten der kassenärztlichen Vereinigungen ebenfalls Versorgungsdaten erhoben. Denselben Weg geht nun die DAK-Gesundheit mit der Analyse einer beeindruckend großen Datengrundlage von rund 600.000 Kindern und 430.000 Eltern. Eine der wesentlichen Ergebnisse der DAK-Studie, nämlich der direkte Zusammenhang zwischen Armut und Krankheit, deckt sich mit den bisherigen Erkenntnissen des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, „Wir erleben die unselige Allianz zwischen Armut und Krankheitslast täglich in unseren Praxen“, sagt Präsident Dr. Thomas Fischbach. Wobei unter „Armut" insbesondere die Bildungsferne zu verstehen ist, die sehr regelmäßig auch materielle und psychosoziale Armut bedingt. In diesem Teufelskreis erkranken ganze Familien, wobei es die schwächsten Glieder, die so in ihrer Entwicklung behinderten Kinder und Jugendlichen besonders hart trifft. Die sogenannte „Neue Morbidität", unter der beispielsweise Krankheitsbilder wie Adipositas, Störungen des Sozialverhaltens, ADHS, emotionale Störungen des Kindes- und Jugendalters stellen heute einen großen Teil der Vorstellungsanlässe beim Kinder- und Jugendarzt dar. Neben medizinischen Behandlungsaspekten überwiegt oftmals der pädagogische Beratungsbedarf von Patienten wie Bezugspersonen, was der Bericht unter dem Terminus „familienassoziierte Determinanten" beschreibt.

„Die Studie der DAK-Gesundheit ist in der aktuellen politischen Diskussion sehr wichtig und hilfreich. Wir brauchen einen ganzheitlichen Ansatz, damit die Gesundheit der Kinder und Jugendlichen geschützt wird. Deshalb unterstützen wir die Forderung nach einer 28. August 2018

Verantwortlich:

 

Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ)

 

 

Mielenforster Straße 2, 51069 Köln Tel:  0221/68909-0

Präsident:

 

Dr. Thomas Fischbach, Tel: 01626971409 

Pressesprecher:

 

Dr. med. Hermann Josef Kahl, Tel: 01737388588

 

 

Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendgesundheit erhalten Sie unter www.kinderaerzte-im-netz.de