Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

18.09.2006

AOK Junior sichert Kindern und Jugendlichen erweiterte Gesundheitsvorsorge

Unter dem Titel "AOK Junior: Gesunde Kinder - Gesunde Zukunft" haben die AOK Niedersachsen, der niedersächsische Landesverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands BVKJ sowie die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen erstmals einen Kombinationsvertrag abgeschlossen, der sowohl die integrierte wie die hausarztzentrierte Versorgung der Kinder und Jugendlichen umfaßt. Inhalt des Vertrages ist eine zusätzliche Versorgung der Kinder und Jugendlichen für teilnehmende Kinder und Jugendliche, ein Zuschuß zum Sportvereinsbeitrag, eine Jugendsprechstunde durch die Kinder- und Jugendärzte und Bonuspunkte für die Versicherten der AOK.

AOK-versicherte Kinder und Jugendliche erhalten ein Anrecht auf eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung 7a am Ende des dritten Lebensjahres. Damit wird die Lücke zwischen zwei und vier Jahren geschlossen. Ferner gibt es ein AOK-Junior- Untersuchungsheft, Kinder und Jugendliche erhalten von der AOK pro Jahr bis zu 50 Euro als Erstattung des Jahresbeitrages für die Mitgliedschaft in einem Sportverein. Die AOK bietet darüber hinaus Beratung und Hilfestellung für Eltern bei besonderen Problemen wie Sucht und Drogen, es gibt Bonuspunkte für die Teilnahme am Programm und das Angebot einer Jugendsprechstunde bei den Kinder- und Jugendärzten.

Mit diesem Vertrag zwischen AOK Niedersachsen und dem Landesverband der Kinder- und Jugendärzte wird die Rolle des Kinder- und Jugendarztes als Hausarzt gestärkt und seine Aufgabe als Lotse der Kinder und Jugendlichen im Gesundheitssystem unterstrichen. Der Vertrag bietet für AOK-versicherte Kinder und Jugendliche in Niedersachsen eine qualitativ hochwertige ärztliche Betreuung durch Kinder- und Jugendärzte. Eltern erhalten das Starterpaket bei ihrem Kinder- und Jugendarzt oder bei der AOK Geschäftsstelle. Jugendliche ab 14 Jahren können sich auch ohne Eltern dort in das Programm einschreiben.

Durch Vereinbarungen der AOK mit Arzneimittelherstellern können die Kinder- und Jugendärzte qualitäts- und kostenbewußter verordnen. Durch Qualitätsanforderungen an Therapeuten steigt die Effizienz der Heilmittelleistungen der einbezogenen Ergotherapeuten, Physiotherapeuten und Logopäden.
"Wir haben durch Übernahme der zusätzlichen Vorsorge eine deutliche Stärkung der Prävention im Kindesalter erreicht", freut sich der Landesverbandsvorsitzende Dr. Tilman Kaethner über den Vertragsabschluß. Und seine Stellvertreterin Dr. Ulrike Gitmans ergänzt: "Damit können wir uns als niedergelassene Kinder- und Jugendärzte intensiver als bisher der Vermeidung von Krankheit, der Prävention widmen. Die Notwendigkeit dazu hat bisher schon viele Kolleginnen und Kollegen dazu veranlaßt, entsprechende Leistungen auch unentgeltlich zu erbringen."
Der Landesverband der Kinder- und Jugendärzte sieht in diesem Vertrag einen Pilotabschluß, der geeignet ist, auf andere Kassen und andere Bundesländer Signalwirkung auszuüben. Besonders Prävention im Kindes und Jugendalter - dies hat mittlerweile auch die Bundesregierung erkannt - ist die beste langfristige Sparmöglichkeit im Gesundheitswesen.

Der Vertrag, so AOK-Vorstand, Dr. Jürgen Peter, ist dynamisch angelegt und soll von Fall zu Fall angepaßt werden. Peter signalisierte, daß andere AOK-Landesverbände dem Beispiel Hannovers folgen werden. Berufsverbandspräsident Dr. Wolfram Hartmann erhofft sich davon, daß auch andere gesetzliche Kassen ähnliche Hausarztverträge mit den Kinder- und Jugendärzten schließen werden.