Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

12.10.2009

37. Herbst-Seminar-Kongress des BVKJ in Bad Orb: Presseerklärung von Dr. med. Wolfram Hartmann, Präsident des Berufsverbands der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ e.V.)

1. Zukunft der Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland nach der Wahl
Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte Deutschlands (BVKJ e.V.) sieht auch nach der Bundestagswahl die Zukunft einer eigenständigen Kinder- und Jugendmedizin in Deutschland als nicht gesichert an. Die massive Einmischung der Politik in die Aufgaben der ärztlichen Selbstverwaltung durch eine einseitige Bevorzugung der Erwachsenenmedizin und der Allgemeinärzte in Hausarztverträgen nach § 73 b ist noch nicht vom Tisch und die CDU hat sich vor der Wahl nicht eindeutig dafür ausgesprochen, dass die Regelversorgung von Kindern und Jugendlichen durch Kinder- und Jugendärzte erfolgen soll. Lediglich die FDP sieht den hohen Stellenwert einer fachkompetenten Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Somit bleibt unklar, ob die CDU den von Ulla Schmidt mit ihrer Unterstützung eingeschlagenen Weg hin zu einem Primärarztsystem weitergehen möchte oder zusammen mit der FDP bereit ist, das bewährte gegliederte System mit niedrig schwelligem Zugang zur fachärztlichen Versorgungsebene mit zeitgerechten Modifikationen zu erhalten, um das uns andere Länder beneiden. Sowohl die alte Bundesregierung als auch das Oberlandesgericht Bamberg in einem Urteil vom 31.08.2009 (3 W 91/09) haben festgestellt, dass Kinder- und Jugendärzte im Gegensatz zu Allgemeinärzten für die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen besonders qualifiziert sind.

Auch die weiterhin nicht gewährleistete Übernahme des Morbiditätsrisikos durch die Krankenkassen ist geeignet, die qualifizierte ärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland durch Kinder- und Jugendärzte ernsthaft zu gefährden.

Beide Parteien lehnen ein Präventionsgesetz zur Verbesserung der primären Prävention ab und verweisen auf die Notwendigkeit der Förderung regionaler Strukturen. Da werden Aufgaben wieder auf die Ebene der Länder und Kommunen verschoben, die schon in der Vergangenheit – von Ausnahmen abgesehen – hier auch aufgrund unzureichender finanzieller Ausstattung versagt haben. Die jüngste Diskussion um die Finanzierung einer täglichen Gabe von Obst in Schulen ist hier ein typisches Beispiel. Der BVKJ fordert eine bundeseinheitliche gesetzliche Vorgabe für den dringend erforderlichen Ausbau der primären Prävention, insbesondere bei Kindern und Jugendlichen. Man muss so früh wie möglich beginnen, das haben die Ergebnisse der KIGGS-Studie und des 13. Kinder- und Jugendberichts gezeigt.

Auch die frühe Bildungsförderung durch die Motivierung von Eltern im Rahmen der U6 zum frühen Lesestart ist inzwischen mangels finanzieller Förderung durch Bund und Länder massiv gefährdet. Bildung aber ist der Schlüssel zu gesundheitsbewusstem Verhalten, das zeigen alle Untersuchungen.

Zum dringend notwendigen Ausbau des Kinderfrüherkennungsprogramms haben sich beide Koalitionspartner vor der Wahl nur sehr vage geäußert. Die CDU verweist auf einen weiteren Ausbau des Kinderschutzes und will in der neuen Legislaturperiode das Kinderschutzgesetz erneut einbringen. Die FDP steht für einen effizienz- und qualitätsorientierten Ausbau der Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen der Krankenkassen und möchte deren Verbindlichkeit erhöhen. Der BVKJ fordert unverändert eine inhaltliche Umgestaltung aller Kinderfrüherkennungsuntersuchungen und einen Ausbau im Grundschulalter und bei Jugendlichen. Entsprechende Konzepte des Verbands liegen seit Jahren vor, werden bisher aber nur von einer Minderheit der Krankenkassen umgesetzt.

Beide Parteien lehnen aber Pflichtimpfungen ab, auch wenn Kinder Kindertageseinrichtungen besuchen, in denen auch Kinder unter 12 Monaten betreut werden, die noch nicht vor den gefährlichen Infektionen durch Masern-, Mumps-, Röteln- und Windpockenviren geschützt werden können. Dies ist nicht im Interesse des Kindeswohls. Der BVKJ fordert hier einen intensiveren Einsatz des Staates für das Kindeswohl.

Die CDU hält die Herausnahme von nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten aus der Leistungspflicht der GKV für Patienten nach vollendetem 12. Lebensjahr weiterhin für sozialverträglich, die FDP möchte die Erstattung nicht von der Verschreibungspflicht abhängig machen. Wir verlangen weiterhin die Erstattung aller Präparate, die zum Therapiestandard für Kinder- und Jugendliche gehören.

Es ist absehbar, dass innerhalb der nächsten 5 Jahre eine flächendeckende Versorgung von Kindern und Jugendlichen durch entsprechend weitergebildete Kinder- und Jugendärzte nicht mehr gesichert ist. Hier muss die neue Bundesregierung dringend gegensteuern, auch durch finanzielle Förderung der Weiterbildung in den Praxen analog der Förderung Allgemeinmedizin. Dies fordert der BVKJ seit Jahren, es wird aber nicht umgesetzt. Etwa 35 % der aus Altersgründen freiwerdenden Kinder- und Jugendarztpraxen in Deutschland finden keinen Nachfolger mehr, in den neuen Bundesländern ist sogar davon auszugehen, dass bis zu 60 % der Praxen ohne Nachfolger bleiben. Das Durchschnittsalter der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland ist mit über 45 Jahren eines der höchsten in allen Arztgruppen.

Die CDU hält ja weiterhin am Gesundheitsfonds fest, die FDP fordert seine Abschaffung, zumindest eine wesentliche Modifizierung. Die Honorare der Kinder- und Jugendärzte haben sich entgegen den von Politik und Kassen in der Öffentlichkeit vorgestellten Zahlen nicht wesentlich erhöht. Der Hauptanteil der Honorarzuwächse in Höhe von 7,2 % gegenüber dem Vorjahr bei den Kinder- und Jugendärzten ist auf die Einführung einer zusätzlichen Vorsorgeuntersuchung mit 3 Jahren und somit auch auf eine Leistungssteigerung zurückzuführen. Weiterhin differieren die Umsätze der Kinder- und Jugendärzte regional ganz erheblich, von einer bundesweit einheitlichen Vergütung für den einheitlichen Leistungskatalog der GKV sind wir entgegen allen Versprechungen der Politik noch meilenweit entfernt. Kinder- und Jugendärzte erzielen je nach Region und Fallzahl ein monatliches Bruttoeinkommen zwischen 3.000 und 8.000 €. Nach wie vor werden durch die anhaltende Pauschalierung viele Leistungen nicht vergütet, die Quartalspauschale (Regelleistungsvolumen) ist in vielen KVen so niedrig bemessen, dass noch nicht einmal ein Arzt-Patienten-Kontakt bei jedem Patienten im Quartal voll vergütet wird. Die dringend notwendigen sozialpädiatrischen Leistungen der Kinder- und Jugendärzte, die für einen nicht unerheblichen Teil unserer sozial schwachen Patienten unverzichtbar sind, werden den Praxen nicht vergütet, es werden uns immer mehr Leistungen wie Meldung von Vorsorgeuntersuchungen, Mitarbeit in sozialen Netzwerken oder präventive Beratungsleistungen abverlangt, ohne dass die dafür erforderlichen Mittel zur Verfügung gestellt werden. Das führt zu erheblichem Unmut bei den Kinder- und Jugendärzten. Hier ist die neue Bundesregierung gefordert, endlich die notwendigen Rahmenbedingungen im Interesse der von uns zu erfüllenden Aufgaben zu gewährleisten.

2. Aufgabenteilung im hausärztlichen Versorgungsbereich
Wenn überall von Qualität und Qualifikation gesprochen wird, muss sichergestellt werden, dass da, wo Pädiatrie draufsteht, auch Pädiatrie drin ist. Die bisher abgeschlossenen Verträge einiger Krankenkassen mit dem Hausärzteverband sehen keine besonderen Qualitätsmerkmale für die Versorgung von Kindern und Jugendlichen vor, daher rät der BVKJ allen Eltern, ihre Kinder nur in solche Verträge einzuschreiben, in denen ein besonderer Qualifikationsnachweis für die spezifische Versorgung von Kindern und Jugendlichen verankert ist. Ein gutes Beispiel sind die Verträge des BVKJ mit der AOK in Bayern und der GEK auf Bundesebene.

Aus Sicht der Kinder- und Jugendärzte bedarf die ärztliche Versorgung von Kindern und Jugendlichen neben umfassenden Kenntnissen über die besonderen Erkrankungen dieser Altersgruppe auch eingehende Kenntnisse über

  • Sozialisations- und Verhaltensstörungen
  • Auffälligkeiten in der Gewichtsentwicklung
  • Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung
  • Zahn-, Mund- und Kieferanomalien
  • Störungen beim Ablösungsprozess von den Eltern und Auffälligkeiten bei der Entwicklung zur Selbständigkeit
  • Störungen im Bereich der Fein- und Grobmotorik
  • Störungen im Sozialverhalten (z.B. ADHS)
  • Störungen im Bereich der psychischen Entwicklung
  • Schulleistungsstörungen
  • Sozialisations- und Verhaltensstörungen
  • gesundheitsschädliches Medien- und Konsumverhalten
  • Störungen der Pubertätsentwicklung
  • ersten Zeichen einer Suchtentwicklung
  • psychosomatischen Störungen (Kopf- und Bauchschmerzen, Durchfälle, Ängste, Schlafstörungen)
  • Störungen der Persönlichkeitsentwicklung


Im Hausärztlichen Versorgungsbereich muss es daher eine Aufgabenteilung geben. Der BVKJ hat nie einen Alleinvertretungsanspruch für die komplette Versorgung von Kindern und Jugendlichen erhoben. Wir haben für uns in Anspruch genommen, dass wir für bestimmte Versorgungsaufträge bei Kindern und Jugendlichen aufgrund unserer fünfjährigen Weiterbildung, während der wir uns ausschließlich mit Kindern und Jugendlichen in unterschiedlichen Entwicklungsstufen befassen, eine besondere Qualifikation haben. Allgemeinärzte, die in der Fläche selbstverständlich Kinder bei akuten Erkrankungen mitversorgen, müssen sich im Fach Kinder- und Jugendmedizin weiterbilden. Kinder- und Jugendärzte erwerben während ihrer vorwiegend klinischen Weiterbildung in den Ambulanzen auch umfassende Kenntnisse in der ambulanten Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit akuten und chronischen Erkrankungen. Diesen umfassenden Überblick über das breite Spektrum der Kinder- und Jugendmedizin kann ein Allgemeinarzt während seiner Weiterbildung in Klinik und Praxis im Regelfall nicht erwerben.

Da eine Versorgung von Kindern und Jugendlichen ohne Berücksichtigung des sozialen Umfeldes nicht möglich ist, ist dies auch Bestandteil der Weiterbildung in der Kinder- und Jugendmedizin. Viele Kinder- und Jugendärzte haben sehr gute sozialpädiatrische Kenntnisse. Familienmedizin ist kein Privileg der Hausärzte, zumal sich die familiären Strukturen in Deutschland im Wandel befinden und eine Familienmedizin, die mehrere Generationen umfasst, nur noch im Ausnahmefall möglich ist. Probleme bei Kindern und Jugendlichen finden wir besonders häufig bei inkompletten Familien und zersplitterten Familienstrukturen.

3. Arme Kinder – kranke Kinder
Die medizinische Versorgung von Kindern aus sozialen Randgruppen befindet sich in großer Gefahr. Dies belegen die KIGGS-Studie und das Gutachten des Sachverständigenrates vom Sommer dieses Jahres. Hier wirken sich Bildungsdefizite der Familien und die anhaltende Unterfinanzierung vieler ärztlicher Leistungen im GKV-System fatal aus. Die Kolleginnen und Kollegen sind vielfach nicht mehr bereit, sich in Wohnvierteln mit einem hohen Anteil an Arbeitslosen, Migranten und anderen Randgruppen niederzulassen, da sie mit den Honoraren, die die gesetzlichen Krankenkassen zahlen, eine zuwendungs- und zeitintensive Tätigkeit mit vielen Arzt-Patienten-Kontakten und hohem sozialpädiatrischen Anspruch an solchen Standorten nicht mehr finanzieren können.

Die von ihren Familien vernachlässigten Kinder weisen schwere Entwicklungsstörungen auf, die das ganze Leben belasten. Wir erleben in unseren Praxen immer mehr Kinder mit massiven Spracherwerbsstörungen. Sie sind körperlich und geistig gesund zur Welt gekommen, ihre Eltern – häufig aus bildungsfernen, armen Milieus, teilweise mit Migrationshintergrund – sind jedoch nicht in der Lage, sich angemessen mit ihnen zu beschäftigen.

Diese Kinder brauchen Einrichtungen, die ihre Entwicklung fördern und damit die elterlichen Defizite ausgleichen. Sie brauchen Einrichtungen, in denen sie lernen, sich sprachlich auszudrücken, Konflikte zu benennen und verbal zu lösen, sich zu konzentrieren, zu spielen und sich zu bewegen. Wir müssen weg von der Vorstellung, dass KiTas oder KiGas Kinder lediglich verwahren, um der Mutter die Berufstätigkeit zu ermöglichen. Diese Institutionen müssen in das gesamte gesellschaftliche Bildungskonzept eingebettet werden. Dazu bedarf es evaluierter Förderkonzepte für die motorische, sprachliche und kognitive Entwicklung. Solche Förderungen sollten in das pädagogische Grundkonzept der KiTas eingebaut werden und allen Kindern zuteil werden. Wir warten heute teilweise viel zu lange ab, bis wir eine pathologische Veränderung feststellen. Diese wird dann mit aufwändigen Therapien behandelt. Wir müssen jedoch die “vergessenen Kinder” frühzeitig fördern, damit sie erst gar nicht auffällig werden. Hier ist die neue Bundesregierung gefordert und muss endlich umsteuern. Erste Schritte hat bereits die alte Bundesregierung eingeleitet, aber trotz eines engen Finanzrahmens müssen wir wesentlich mehr Gelder in die frühe Bildung investieren. Im Bildungsvergleich schneidet die Bundesrepublik Deutschland unter den führenden Industrienationen der Welt miserabel ab – hier werden wir den Parteien ständig auf die Füße treten.

4. Verpflichtende Vorsorgeuntersuchungen und Meldesystem
In vielen Bundesländern gibt es inzwischen verbindliche Vorsorgeuntersuchungen für jedes Kind und ein entsprechendes Meldesystem. Es ist allerdings unzumutbar, dass wir Kinder- und Jugendärzte diese wichtige Aufgabe erledigen sollen, ohne dass uns die zuständigen Länder die Kosten dafür erstatten.
Wir begrüßen die Initiativen der Politik zum Ausbau eines sozialen Frühwarnsystems. Wir benötigen ein flächendeckendes Netzwerk verschiedener Fachgruppen und Anlaufstellen, das vorbeugend greift. Gefährdete Kinder und Risiko-Familien müssen frühzeitig Hilfe erhalten, überforderte Eltern brauchen zeitnahe und kompetente Unterstützung bei der Erziehung. Nur durch ein balanciertes Nebeneinander von Fordern und Fördern kann die Gesellschaft – gemeinsam mit den Eltern – mittelfristig eine Sicherstellung des Kindeswohls für möglichst alle Kinder erreichen. Aber auch dies muss bezahlt werden. Gleichzeitig muss in einem Kinderschutzgesetz die Möglichkeit geschaffen werden, dass wir Ärzte auch im vagen Verdachtsfall untereinander und mit anderen Professionen, die Kinder betreuen, Kontakt aufnehmen und uns austauschen können, um einen Verdacht zu entkräften oder zu erhärten. Das Kindeswohl muss Vorrang vor den strikten Bestimmungen der Schweigepflicht haben.

5. Impfungen gegen Influenza A/H1N1
Impfungen sind der beste Schutz vor Infektionskrankheiten. Das gilt auch für Impfungen gegen die Influenza A /H1N1, die besonders Kinder mit ihrem noch unreifen Immunsystem massiv gefährden und zu erheblichen Komplikationen bis hin zu Todesfällen führen kann. Da für Kinder keine ausreichenden Therapiemöglichkeiten bei einer Erkrankung zur Verfügung stehen, hat die vorbeugende Impfung einen besonders hohen Stellenwert. Diese Impfungen sind aber gerade bei Kindern kein technischer Vorgang, sondern ein ärztlicher Eingriff. Daher lehnt der BVKJ Reihenimpfungen für Kinder ab. Kinder sollten nach sorgfältiger Indikationsstellung mit Anamnese und Untersuchung von ihrem behandelnden Kinder- und Jugendarzt individuell in der Praxis geimpft werden, nur so sind fatale Fehler zu vermeiden und nur so kann Qualität gesichert werden. Wir fordern daher einen Einzelimpfstoff wie in den USA ohne die bei Kindern noch nicht ausreichend erprobten zugesetzten Adjuvantien und Thiomersal, auch wenn diese Impfstoffe von den Behörden ab dem 6. Lebensmonat zugelassen wurden und in bisherigen Testreihen keine gravierenden Nebenwirkungen gezeigt haben.

Zusammenfassung:

Forderungen der Kinder- und Jugendärzte an die neue Bundesregierung:

  1. Änderung des § 73 SGB V und Aufhebung des weitgehenden Vertragsmonopols der Allgemeinärzte zum Abschluss von Verträgen zur Hausarztzentrierten Versorgung. Wenn solche Verträge, von wem auch immer, unter Einschluss der Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit den Krankenkassen abgeschlossen werden, muss grundsätzlich der BVKJ einbezogen werden, der bundesweit über 90 % aller niedergelassenen Kinder- und Jugendärzte vertritt. Der BVKJ bevorzugt eigenständige Verträge zur qualifizierten Versorgung von Kindern und Jugendlichen.
  2. Übernahme des vollen Morbiditätsrisikos durch die gesetzlichen Krankenkassen.
  3. Verabschiedung eines Präventionsgesetzes, das insbesondere die primäre Prävention bei Kindern fördert.
  4. Frühe Bildungsförderung und finanzielle Unterstützung der Aktion “Lesestart”.
  5. Inhaltliche Änderung und Ausbau der Kinderfrüherkennungsuntersuchungen im Grundschulalter und bei Jugendlichen.
  6. Sicherung eines Impfschutzes gemäß den Empfehlungen der STIKO bei übertragbaren Krankheiten für alle Kinder, die Gemeinschaftseinrichtungen besuchen.
  7. Erstattung von nicht-verschreibungspflichtigen Medikamenten, die zum Therapiestandard gehören, durch die GKV auch bei Jugendlichen.
  8. Finanzielle Förderung der Weiterbildung zum Kinder- und Jugendarzt, auch in der Praxis.
  9. Abschaffung der leistungsfeindlichen Pauschalierung der ärztlichen Honorare, bundesweit gleiche feste Preise für gleiche Leistungen, Finanzierung der sozialpädiatrischen Leistungen der Kinder- und Jugendärzte in der Praxis, kostendeckende Honorierung der Vorsorgemeldungen an die Behörden und Sicherung einer bestmöglichen medizinischen Versorgung aller Kinder und Jugendlichen, auch der sozial Benachteiligten.
  10. Bessere Impfstrategien zur Bekämpfung der Influenza A/H1N1 mit kindgerechten Impfstoffen.


Anmerkung für die Redaktionen:

Bei Nachfragen steht Ihnen

Dr. med. Wolfram Hartmann,
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Fon: 02732/762900, Fax: 02732/86685
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Pressesprecher:
Dr. med. Uli Fegeler