Köln, 30.03.2026. Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzt*innen e.V. (BVKJ) zu den Plänen der Kommission zu den GKV-Finanzen, als erste Reaktion, wobei eine Detailanalyse in den kommenden Tagen erfolgt.
Dr. Michael Hubmann, Präsident des BVKJ, betont: „Die Vorschläge der Finanzkommission zeigen, dass die Herausforderungen der gesetzlichen Krankenversicherung erkannt wurden und konstruktiv angegangen werden. Die Kommission hat alle Leistungsbereiche nach dem jeweiligen Einsparpotential in den Blick genommen. Ausdrücklich begrüßen wir die Vorschläge zum Einstieg in eine Verhältnisprävention. Damit werden die längst überfälligen Möglichkeiten geschaffen, durch die Erhöhung der Abgaben auf Alkohol, Nikotin und Zucker Mortalität und Morbidität (z. B. Adipositas, Herz-Kreislauferkrankungen, Bluthochdruck, Hypercholesterinämie) langfristig signifikant zu senken.
Die Entscheidung, gesetzgeberisch in die Verhandlungen um den Technik-Teil des Orientierungspunktwert einzugreifen und hier bei immens steigenden Kosten, insbesondere für eine angemessene Bezahlung unserer Praxisteams, quasi den Spielraum für Gehaltssteigerungen auf Null zu setzt, ist ein vollkommen falsches Signal.
Positiv ist aus unserer Sicht, dass die Kommission deutlich macht, dass auch der Bund seiner Finanzierungsverantwortung bei den versicherungsfremden Leistungen nachkommen muss. So kann es gelingen, die Finanzierung des Gesundheitssystems mittel- und langfristig zu sichern und gleichzeitig die gesundheitliche Versorgung auf dem gewohnt hohen Niveau zu erhalten.“