Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

23.07.2006

Nordrheinische Kinder- und Jugendärzte raten: Rechtzeitig den Schulweg üben

Schulanfänger sind erheblich gefährdet. Sie können die Geschwindigkeit fahrender Autos und Fahrräder noch nicht einschätzen. Sie erkennen Entfernungen schlecht und sind oft noch so klein, dass sie zwischen parkenden Autos keine freie Sicht auf die Straße haben, Hektik und Lärm stören ihre Konzentration auf das Verkehrsgeschehen. Eltern sollten daher jetzt schon beginnen, mit ihnen den künftigen Schulweg intensiv und geduldig zu üben. Dies rät der nordrheinische Verband der Kinder- und Jugendärzte. Dr. med Sylvia Schuster, Pressesprecherin der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte: „Wenn irgend möglich, sollte der Schulweg zu Fuß zurückgelegt werden. Die Sicherheit hat dabei Vorrang: Nehmen Sie lieber einen längeren Weg, wenn er sicherer ist. Positiver Nebeneffekt: Mit Bewegung und frischer Luft vor der Schule lernt Ihr Kind schneller und entspannter.

Bitten Sie Ihr Kind,

  • grundsätzlich Fußgängerwege und gesicherte Fußgängerüberwege zu benutzen und sich an die vereinbarten Wege zu halten,
  • auf dem Gehweg innen zu gehen, nicht am Straßenrand.
  • An der Ampel auf abbiegenden Verkehr zu achten. Besonders bei Lastkraftwagen Blickkontakt zum Fahrer aufzunehmen,
  • am Fußgängerüberweg oder Zebrastreifen Fahrzeuglücken abzuwarten. Blickkontakt zum Fahrer aufzunehmen,
  • erst auf die Straße zu gehen, wenn die Fahrzeuge stehen,
  • vor dem Überqueren der Straße immer an der Bordsteinkante oder Sichtlinie zu halten und nach links und rechts zu schauen, ob Verkehr naht,
  • Straßen ohne Überweg nur an übersichtlichen Stellen zu überqueren.

Üben Sie an mehreren Tagen. Am besten mit einem Rollentausch: Ihr Kind bringt Sie zur Schule und erklärt selbst die Gefahrenstellen. Üben Sie den Schulweg unter realen Bedingungen: morgens zur Hauptverkehrszeit.

Auch wenn das Kind später eigenständig zur Schule geht, sollte es in den ersten Wochen gelegentlich beobachtet werden. So können Unsicherheiten erkannt und das Training wiederholt werden. Mit dem Rad sollten Kinder erst nach der Radfahrausbildung im 4. Schuljahr zur Schule fahren.

Auch wenn es zur Zeit kaum denkbar erscheint: im Herbst und Winter gibt’s viele Tage mit Dunkelheit und schlechter Sicht. Reflektierende Materialien an der Kleidung und am Ranzen machen Ihr Kind sichtbar.

Und vor allem: seien Sie selbst Ihrem Kind ein gutes Vorbild im Straßenverkehr!“

BVKJ e. V., LV Nordrhein

Pressestelle:
Dr. med. Sylvia Schuster
Volmerswerther Str. 345a
40221 Düsseldorf
Tel: 0211/5560838
Fax: 0211/5560839