Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

05.12.2007

Nordrhein-westfälische Kinder- und Jugendärzte bestens vorbereitet auf niederländische Patienten

Die EU-Kommission will die nationalen Gesundheitssysteme für alle Bürgerinnen und Bürger der EU öffnen. Damit bekommen niederländische und auch belgische Eltern mit ihren Kindern die Chance, die hochwertige deutsche Kinder- und Jugendmedizin zu nutzen. Die nordrhein-westfälischen Kinder- und Jugendärzte sind darauf gut vorbereitet.

Dr. Hermann-Josef Kahl, Sprecher der nordrheinischen Kinder- und Jugendärzte: „Schon heute kommen vor allem aus dem Grenzgebiet viele niederländische Eltern mit ihren Kindern in unsere Praxen, weil sie uns als ausgebildete Experten für die Gesundheit ihrer Kinder schätzen. Wir bieten ihnen qualitativ beste Medizin. Jeder bekommt schnell einen Termin bei einem Kinder- und Jugendarzt seines Vertrauens. In den Niederlanden ist dies anders: es gibt keine freie Arztwahl, man muss sich beim Hausarzt im Viertel einschreiben, der rund 2700 Patienten aller Altersstufen betreut. Wechsel sind nur mit Einwilligung der Krankenkasse möglich. Der direkte Weg zum Facharzt ist verboten. Niederländische Eltern müssen daher mit ihren Kindern zu Allgemeinärzten, die überwiegend alte Menschen behandeln und keine spezielle Facharztausbildung in Kinder- und Jugendmedizin haben wie wir in Deutschland.

Weil der Arzt Kopfpauschalen bekommt, hat er auch nur zwei Ziele. Erstens: Die Menschen sollen gar nicht kommen. Und zweitens: Wenn sie kommen, sollen sie so schnell wie möglich wieder verschwinden. Lange Vorsorgen, Bluttests etc vermeiden unsere niederländischen Kollegen verständlicherweise.
Wir freuen uns, dass niederländische Kinder und Jugendliche nun die Chance bekommen, von deutschen Experten medizinisch gut versorgt zu werden.“

Düsseldorf, 6. Dezember 07

Info für die Redaktion:
Für Rückfragen steht Ihnen der Pressesprecher des BVKJ LV Nordrhein, Dr. med. Hermann-Josef Kahl telefonisch unter 0211/672403 zur Verfügung.