Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

22.11.2016

Kinder- und Jugendärzte fordern: Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz verbindlich machen!“

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte ist seinem großen Ziel ein Stück näher gekommen. Sowohl die Landesjustizminister als auch Familienministerin Schwesig haben sich dafür ausgesprochen, dass Kinderrechte in das Grundgesetz aufgenommen werden sollten, um die Rechtsstellung und das besondere Schutzbedürfnis von Kindern deutlich zum Ausdruck zu bringen

"Damit ist ein wichtiger Zwischenschritt getan auf dem Weg zu einem besseren Kinderschutz," so Dr. Thomas Fischbach, Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte, heute in Berlin. "Der BVKJ fordert seit Jahren die Verankerung von Kinderrechten im Grundgesetz. Denn Kinder haben Rechte, und dieses Verständnis sollte auch die deutsche Verfassung, das wichtigste Wertebuch unserer Gesellschaft, klar zum Ausdruck bringen. Derzeit kommen Kinder im Grundgesetz nur als Objekte elterlicher Verantwortung vor. Das ist zu wenig. Kinder sind eigenständige Rechtssubjekte, wie auch der UN-Ausschuss für die Rechte des Kindes immer wieder betont. Mit der Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz sowie Kinderbeauftragten in den Parlamenten wird dafür gesorgt, dass künftig bei allen Maßnahmen, die Kinder betreffen, das Wohl der Kinder vorrangig berücksichtigt wird. Damit machen wir Deutschland ein großes Stück zukunftsfester. Wir erwarten, dass die Zusagen verbindlich gemacht werden und die Politik noch in dieser Legislaturperiode die Kinderrechte ins Grundgesetz aufnimmt und für Kinderbeauftragte in den Parlamenten sorgt. Eltern, Großeltern und auch wir Kinder- und Jugendärzte werden sicher auch unsere Wahl im nächsten Jahr davon abhängig machen, was die Politik für unsere Kinder und Jugendlichen tut."
Berlin, 21. 11. 2016