Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

23.01.2019

Kinder- und Jugendärzte begrüßen Lauterbach-Forderung einer gesetzlichen Impfpflicht

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) fordert seit langem eine gesetzliche Impfpflicht. Sie begrüßen daher den entsprechenden Vorstoß des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach für die Pflichtimpfung bei Masern.

BVKJ-Präsident Dr. Thomas Fischbach: "Die WHO hat die Vermeidung und Verzögerung von Impfungen in die Liste der globalen Gesundheitsbedrohungen aufgenommen. Von unverantwortlichen Impfgegnern gehe ein ähnlich großes Risiko für die weltweite Gesundheit aus wie von Ebola, Antibiotikaresistenzen und Luftverschmutzung. Wir Kinder- und Jugendärzte erleben tatsächlich tagtäglich von den Desinformationen der Impfgegner stark verunsicherte Eltern. Dies muss endlich aufhören. Nur mit einer gesetzlichen Impfpflicht werden wir das Ziel des Nationalen Aktionsplans erreichen, Masern bis 2020 in Deutschland dauerhaft auszurotten. Masernepidemien wie sie jedes Jahr in Deutschland auftauchen wird es dann nicht mehr geben, wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung geimpft sind. Und das ist gut so. Wir unterstützen daher voll und ganz den Lauterbach-Vorschlag einer gesetzlichen Impfpflicht, die auch schon Gesundheitsminister Gröhe ins Spiel gebracht hat und auch Jens Spahn bereits als Gesundheitsexperte der CDU angesprochen hat. Wir wünschen uns allerdings eine Impfpflicht auch für andere gefährliche Krankheiten, für Röteln, Diphtherie, Tetanus, Kinderlähmung, Keuchhusten, Mumps und Windpocken. Der Gesetzgeber sollte jetzt schnellstmöglich handeln. Wir brauchen ein Gesetz, das den Impfschutz aller Kinder in Deutschland sicherstellt. Ein solches Gesetz, das die gefährlichen Desinformationen der Impfgegner wirkungslos machen würde, würde uns die Beratungsarbeit in unseren Praxen enorm erleichtern und vor allem viel dafür tun, dass wir keine Schwererkrankten und Tote mehr durch vermeidbare Krankheiten betrauern müssen. 

Ein entsprechendes Gesetz macht natürlich die Impfaufklärung nicht überflüssig. Eltern haben das Recht, umfassend über den Nutzen und auch die harmlosen Nebenwirkungen von Impfungen umfassend aufgeklärt zu werden. Schon heute lassen die meisten Eltern nach der individuellen Impfaufklärung durch ihren Kinder- und Jugendarzt ihr Kind impfen. Die wenigen Uneinsichtigen müssen jedoch durch ein Gesetz bewegt werden, ihre Kinder vor gesundheitlichen Schäden zu bewahren."

 

Berlin/Köln, 21. Januar 2019

 

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Berufsverband der Kinder-und Jugendärzte (BVKJ)

Mielenforster Straße 2, 51069 Köln Tel:  0221/68909-0

 

 

Präsident:

Dr. Thomas Fischbach

Tel: 01626971409 

 

 

Pressesprecher:

Dr. med. Hermann Josef Kahl 

Tel: 01737388588

 

 

 

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