Gesunde Kinder
sind unsere Zukunft

18. Forum für Gesundheits- und Sozialpolitik des BVKJ e.V.

 

Das 18. Forum für Gesundheits- und Sozialpolitik wird am Mittwoch, den 13. Juni 2018, von 15 bis 17 Uhr in der „Vertretung des Landes Bremen beim Bund", Hiroshimastraße 24, 10785 Berlin, stattfinden.

 Auch in diesem Jahr ist das Forum wieder einem bestimmten Fachthema gewidmet, und zwar: 

                                                                                                 „Psychosomatik im Kindes- und Jugendalter“.

 

„Willst du den Körper heilen, musst du zuerst die Seele heilen.“, heißt es nach Platon treffend. Ganz besonders gilt dies für Kinder und Jugendliche: Hier müssen Körper und Seele immer zusammen gedacht werden.

Die Psychosomatik als wichtiges Querschnittsfach stellt dabei den Zusammenhang und die Wechselbeziehung zwischen körperlichen Störungen und der Psyche des Menschen her und füllt viele Erklärungslücken aus, die bei einer rein biologischen Betrachtungsweise von Gesundheit und Krankheit offensichtlich werden. Daneben spielt zusätzlich der Einfluss der ökosozialen Lebenswelt noch eine große Rolle.

Kinder und Jugendliche werden in den kinder- und jugendärztlichen Praxen zunehmend aus komplexen Versorgungsanlässen heraus vorgestellt, die häufig auch psychosozial bedingt sind: Familienarmut, zu wenig Sport- und Bildungsangebote, Stress im Alltag und der Schule, überforderte Eltern – viele darunter alleinerziehend – und die Folgen erleben wir täglich in unseren Praxen.

Ausdruck finden psychosomatische Dysregulationen häufig in Schrei-, Fütter- und Essstörungen, Schlaf- und Lernstörungen oder Kopf- und Bauchschmerzen.

Insgesamt 20,2 % der Kinder und Jugendlichen im Alter von 3 bis 17 Jahren (Jungen 23,4% und Mädchen 16,9%) mussten laut der letzten KIGGS-Studie (KIGGS-Welle 1, publiziert 2014) einer Risikogruppe für psychische Auffälligkeiten zugeordnet werden. Der individuelle Beratungsaufwand hat für die Kinder- und Jugendärzte dadurch deutlich zugenommen.

Die diagnostische wie auch therapeutische Vorgehensweise bei psychosomatischen Fragestellungen bei Kindern und Jugendlichen in all ihren unterschiedlichen Entwicklungsphasen und Lebenswelten unterscheidet sich naturgemäß von Fragestellungen aus der Erwachsenenmedizin. Sinnvollerweise liegt die Kompetenz der entsprechenden Behandlung bei den ärztlichen Professionen, die schwerpunktmäßig auch Kinder und Jugendliche behandeln. Das sind Kinder- und Jugendärzte und Kinder- und Jugendpsychiater. Wir möchten Ihnen unsere Tätigkeit erläutern und darstellen, wo wir Ihre Unterstützung benötigen, um die junge Generation hier weiterhin stärken zu können.

Im Politforum 2018, zu dem wir wieder ausgesuchte Expertinnen und Experten eingeladen haben, soll es nicht nur um eine Beschreibung des Ist-Zustandes gehen, vielmehr sollen bedarfs- und betroffenengerechte Lösungen dieser oft lange verborgenen Belastungen bei Kindern und Jugendlichen diskutiert werden.

Auf den Prüfstand soll dabei alles kommen, was einen zielführenden Umgang mit der Problematik blockiert bzw. ihn befördert.

 

Begrüßen Sie mit uns folgende Diskutanten auf dem Podium:

 

Dr. med. Dipl.-Kfm. (FH) Gundolf Berg,

Vorsitzender des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland e.V. (BKJPP)

Dr. med. Thomas Fischbach,

Kinder- und Jugendarzt , Präsident des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)

Dr. med. Alfred Freund,

Ausschuss für Psychosomatik und Psychotherapie im Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. (BVKJ)

Frau Maria Klein-Schmeink,

MdB, Gesundheitspolitische Sprecherin Bündnis 90, Die Grünen

Prof. Dr. med. Volker Mall,

Lehrstuhlinhaber für Sozialpädiatrie, Kinderzentrum München

Ministerialrat Dr. Thomas Stracke,

Bundesministerium für Gesundheit, Leiter des Referats 314 (Psychiatrie, Neurologie, Pädiatrie)

 

 

Diskussion und anschließende Fragerunde

Moderation: Sabine Rieser, Fachjournalistin für Gesundheits- und Sozialpolitik